Willst du mehr (oder weniger) Sex?

Sex, ach Sex – darum dreht sich scheinbar alles. Das Leben wird vermehrt zu einem hektischen Rennen, und Sex ist ein wesentlicher Teil dieses Rennens. Um die Frage „Wie viel Sex ist zu viel Sex?“ beantworten zu können, muss man den Fragenden ein wenig genauer einordnen.

Handelt es sich um einen Teenager, der von seinen Freunden unter Druck gesetzt wird? Ist es ein Student, der „auf Aufriss“ ist? Ein jung verheiratetes Ehepaar, das seine ehelichen Pflichten möglichst jede Nacht mehrmals (und mit Elan) erfüllt? Ein älteres Paar, das zwischen ihren heranwachsenden Kindern und den Sorgen wegen der Rückzahlungsraten fürs Wohnbaudarlehen kaum Zeit findet, miteinander zu sprechen? Alles diese Faktoren haben ihre Auswirkung.

Egal, ob wir es gut finden oder nicht, wir werden in der Öffentlichkeit und den Medien förmlich mit sexuellen Eindrücken überschwemmt.

Die platte Wahrheit ist: „Sex sells“ – mit Sex lässt sich alles verkaufen. Sex ist ein alltägliches Bild im Leben fast aller Menschen, sei es als Sujet einer Parfumwerbung, im Trailer für eine neue Fernsehshow oder der Anzeige einer Partnervermittlung. Wir sind so konditioniert, Sex als Teil des Alltags zu empfinden, dass es schwer ist, das „richtige“ Maß von Sex zu ermitteln.

Was bleibt, ist das persönliche Empfinden als einzig verlässlicher Maßstab: Ist deine Libido im Gleichgewicht mit der deines Partners? Wünscht du dir eine Beziehung oder nur Gelegenheits-Sex? Wie wirkt Sex auf deine Persönlichkeit?

Sex in einer Partnerschaft sollte niemals als Lösung für alle Fälle dienen. Sex ist kein magisches Verbandsmaterial, das alle Verletzungen nach einer langen Nacht voll Streit heilt, sondern verdrängt nur alle bösen Worte und Beleidigungen bis nach dem Höhepunkt. Viele Paare benutzen Sex, um die wahren Probleme zwischen ihnen zu verhüllen, dabei wäre Sex in der Partnerschaft doch ein Ausdruck von Leidenschaft, Liebe und Sehnsucht.

Wer Sex „nur so zum Spaß“ hat, spürt die Auswirkungen eines solchen Lebensstils. Viele Jugendliche messen ihren Selbstwert daran, wie attraktiv sie als „Aufriss“ sind und verlieren ihr Selbstbewusstsein, weil sie sich nur noch als Sexualobjekt fühlen. In dieser Situation wird die richtige Sex-Häufigkeit von der Frage bestimmt, wie man sich selbst sieht und mit welchen Hintergedanken man Sex hat.

Letztendlich ist Sex die Sache jedes einzelnen. Wie oft du Sex hast, hängt von deinem Körper und deiner Einstellung dazu ab. „Zuviel Sex“ gibt es nicht, solange du dir im Klaren darüber bist, was Sex in deinem Denken und Körper bewirkt.

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